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Till Grünewald’s Phonosource (2016)

Mit dem neuen Album „awakened“ hat sich die Band phonosource selber aus dem Tiefschlaf aufgeweckt. Elf Jahre sind seit dem Debutalbum der Band vergangen. Die vier Musiker von phonosource haben in dieser langen Periode viel zusammen gespielt, einerseits wöchentlich im Swiss Jazz Orchestra sowie auch in anderen Bands. Vor zwei Jahren jedoch wurde das Album „awakened“ während mehrerer Nächte in den Vidmarhallen aufgenommen, dessen Veröffentlichung aufgrund anderer Projekte immer wieder verschoben wurde. Nun erscheint das Album jedoch definitiv am 24. November 2016 und wird bei BeJazz in den Vidmarhallen getauft.

Wie beim Debutalbum sind Eigenkompositionen der Musiker zu hören. Deren Inspiration könnte unterschiedlicher nicht sein. Beim ersten Stück handelt es sich um eine freie Interpretation von Edward Griegs „Ases Tod“, wobei entgegen dem Original, das von Till Grünewald auf seinem Soloalbum 2013 veröffentlicht wurde, die Protagonistin Ases diesmal dem Tod im letzten Moment von der Schippe springt und wie phonosource aus dem Tiefschlaf erwacht. Mit dem Titel „Roubini“ wird anschliessend dem Wissenschaftler Nuriel Roubini Tribut gezollt, der die grosse Finanzkrise von 2008 vorausgesagt hat. Die Komposition „Elektrodrach“ von Schlagzeuger Tobias Friedli bezieht sich auf das Monster aus Stanislaw Lems “Märchen von der Rechenmaschine. Den Weg in die Tiefen des Meeres weist Philip Henzis Komposition „Batyal“, die bereits vom Swiss Jazz Orchestra aufgenommen wurde, wo Philip als musikalischer Leiter tätig ist.

2005 ist das erste Album von Till Grünewald’s Phonosource erschienen, gefolgt von einer Japan Edition und weiteren Veröffentlichungen. Das Quartett hat sich von Anfang an dem Schaffen eigener Musik verschrieben.

Lineup:
Philip Henzi, Piano
Lorenz Beyeler, Bass
Tobias Friedli, Schlagzeug
Till Grünewald, Tenorsex


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Till Grünewald solo, “Ach wie flüchtig, ach wie nichtig” (2014)

Jazzsaxophonist Till Grünewald war bisher hauptsächlich mit seinem Quartett Phonosource, dem Swiss Jazz Orchestra und auf verschiedenen Ausflügen in die Populärmusik zu hören. Mit diesem Album betritt er neue Hörräume. Zusammen mit Tontechniker und Freund Felix Hochuli bespielte er als Solist während einer Woche Nacht für Nacht die Vidmarhallen, einzig begleitet von der Akustik des Raums. Die dabei spontan entstandenen Stücke zum Thema Endlichkeit wurzeln vor allem in Volksliedern und Sakralmusik. Zum titelgebenden Bach-Choral „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“ in sechs Variationen kommen der Introitus aus dem Mozart Requiem, „Ases’ Tod“ von Edvard Grieg und ein einziger Jazzstandard, „Blue In Green“. Ein Album, das in die Tiefe geht und zu einem intensiven Hörerlebnis wird.
Das Album erscheint in einer handgebundenen, limitierten Version am 24. Januar 2014 beim Berner Label ANUK und wird am BeJazz-Winterfestival getauft.

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Der Bund 24.11.2016

Der Schattenmann

Er spielte in Bläsersätzen von Züri West oder Philipp Fankhauser, und leitet das Berner Generationenhaus. Nun betört Till Grünewald endlich wieder mit einem eigenen Album.
Ane Hebeisen
Es gibt Jazzschul-Abgänger, bei denen man bereits am Abend des Diplomkonzerts weiss, dass sie dereinst in der Jazzwelt keine grösseren Stricke zerreissen werden. Bei Till Grünewald war das anders. Als er 2004 die Berner Swiss Jazz School abschloss, stand er mit seiner Band Phonosource auf der Diplombühne – umgeben von lauter Hochbegabten: Am Piano sass Philip Henzi, der ein Jahr zuvor direkt von der Diplom-Bühne ins Jazzschul-Lehreramt gehievt wurde. Der Bassist Lorenz Beyeler war bereits einer der gefragtesten Tieftöner der hiesigen Jazz-Zunft, und Schlagzeuger Tobias Friedli hatte sich schon als hinterlistiger Rhythmusarbeiter einen Namen gemacht.
Und dann war da eben dieser Till Grünewald am Tenorsaxofon, ein Draufgänger mit gepflegtem Ton, einer, der die wildesten Soli spielen konnte, ohne dabei an Eleganz und Lockerheit einzubüssen, einer, der in der Jazzschule die Tradition aufsog und doch alles andere als ein Jazzpurist war. Und es herrschte Einigkeit darüber, dass es dieser smarte Blauäuger weit bringen werde. Bald konnte sich Till Grünewald vor Anfragen nicht mehr erwehren. Neben seinem festen Engagement am Swiss Jazz Orchestra spielte er an der Seite von Recken wie Bert Joris, Alvin Queen oder Andy Scherrer, seinem prägenden Lehrer an der Jazzschule. Es flatterten auch Anfragen aus der Popwelt ein: So fand er sich in den Bläsersätzen von Philipp Fankhauser, Züri West, Sina oder Adrian Stern wieder, und Pepe Lienhard nahm ihn in seine Big Band auf. Nichts, was sich in einem Jazz-Palmaés sonderlich gut machen würde, aber es zahlte die Rechnungen, und machte Spass. Und so wurde Grünewald zum typischen Sideman. Seine Begründung: «Ich bin einer, der lieber zusammen mit andern etwas entwickelt. Ich mag die Leader-Position nicht besonders.» 2005 veröffentlichte Grünewald dann doch ein erstes Album mit Phonosource, ein geschmackvolles, aber kein Genre-Grenzen sprengendes Hardbop-Werk, das immerhin in Japan in einer Spezial-Edition erschienen ist.
Und auf einmal war er verschwunden. Weg vom Jazzfenster – bis auf einige Gastauftritte. Schnitt. Umschulung. Ein Master in Wirtschaft. Hat er seiner Musikerkarriere doch nicht so recht getraut? Till Grünewald schmunzelt: «Es waren zunächst bloss zwei, drei Semester geplant, um einmal die andere Seite der Welt kennenzulernen, in der ich mich bewegte.» Ein anderer Beweggrund war, dass es in der Szene von guten Musikern und guten Ideen wimmelte, vieles aber an der Umsetzung, an der Geldbeschaffung oder an irgendwelchen Knebelverträgen scheiterte. Till Grünewald dachte, ein paar Management-Skills könnten da nicht schaden. Er kann sie seit 2014 als Leiter des Berner Generationenhauses anwenden, wo der 39-Jährige ein generationenübergreifendes kulturelles und soziales Angebot ausheckt.
Elf Jahre nach seinem Erstling (und drei Jahre nach einem schwerblütigen Solo-Saxofon-Album) meldet sich Grünewald nun mit Phonosource zurück, seiner Ursprungsband also, mit der er über all die Jahre immer wieder zusammengespielt hat. «Awakened» heisst das Tonwerk sinnigerweise, und ist weit freigeistiger ausgefallen als sein bejahrter Vorgänger. Schon der verehrenswürdige Opener «Ases Awakened» kündigt an, woher der Wind weht. Ein Stück voller hochspannender Schönheit: Aufwallung und Einkehr, Verdichtung und Reduktion, Be- und Entschleunigung wechseln sich in windartiger Gesetzlosigkeit ab. Oder da ist das Stück «Eja» – eine fast schon stoische Narkosehammer-Ballade. Aus dem Saxofon Grünewalds entweicht mehr Luft als Ton und seine Begleiter taumeln eher, als dass sie spielen. Er fokussiere heute beim Komponieren weniger auf Patterns und Melodien, sondern auf Tempi, Intensität und dem Wechselspiel verschiedener Energielevel, erklärt Grünewald. Und seine Leader-Rolle mag er noch immer nicht mit letzter Konsequent bekleiden: «Ich bin zum Aufnehmen der von mir geschriebenen Stücke bloss mit Song-Skizzen im Studio erschienen. Ich wollte hören, was die Musiker daraus machen.»
Hat das Studium aus ihm einen anderen Musiker gemacht? «Es hat mich gelehrt, mein Profil zu schärfen», sagt Grünewald. «Aber berechnender bin ich sicherlich nicht geworden.» Das neue Album ist der klingende Beweis dafür.

Der Bund 24.11.2016 (pdf - 526 KB)

Der Bund Titelblatt 24.11.2016 (pdf - 231 KB)

Berner Zeitung 23.01.2014

JAZZ Der Berner Saxofonist Till Grünewald hat sich eine Woche lang Nacht für Nacht in den Vidmarhallen einschliessen lassen, um die Musik für sein Soloalbum aufzunehmen. Für die Albumtaufe von «Ach wie nichtig, ach wie flüchtig» am Be-Jazz-Winterfestival kehrt er dorthin zurück, wo das Album entstanden ist.

«Keine Ahnung, ob das Programm auf der Bühne funktionieren wird», lacht Till Grünewald. Und schiebt nach: «Im Moment bin ich deswegen schon etwas nervös. Es wird sich im Moment entscheiden, was ich genau spielen werde.» Das neue Album «Ach wie nichtig, ach wie flüchtig», das der Berner Saxofonist im Rahmen des Be-Jazz-Winterfestivals vorstellt, sprengt in verschiedener Hinsicht den Rahmen des Gewohnten. Erstens: Es ist ein Soloalbum für Saxofon. Die Suche in der Jazzgeschichte nach Vergleichbarem verläuft mehr oder weniger ergebnislos. Einige Alben, auf denen sich der Solist mit Loopgeräten selbst begleitet, ist alles, was auffindbar ist. Grünewald hingegen ist ganz auf sich allein gestellt.

Im schwarzen Leinen

Zweitens: Das Album ist ganz auf den Moment konzentriert. «Absolute Reduktion» ist das Stichwort, das Grünewald dazu einwirft. Zusammen mit dem Tontechniker Felix Hochuli hat er exakt den Moment einzufangen versucht, in dem ein Stück Musik entsteht. Ohne vorgefertigtes Albumkonzept, ohne vorbereitete Stücke, ja sogar ohne Noten haben sich die beiden während einer Woche Nacht für Nacht in den Vidmarhallen einschliessen lassen und die Musik aufgenommen.
Und schliesslich drittens: Die CD erscheint als ein von einem Buchbinder handgebundenes Album, in schwarzem Leinen mit Goldprägung – es hat fast etwas Sakrales.

Dunkle Schattierungen

Inspirieren liess sich Till Grünewald bei seinem nächtlichen Experiment von Musikstücken, die ihm im Moment der Aufnahme in den Sinn kamen. Jazzstandards, Volkslieder, klassische Werke. Über sieben Stunden Musik haben Grünewald und Hochuli in jener Woche aufgenommen. Nach und nach hat sich dabei herausgestellt, in welche Richtung das Album gehen soll. Herausgekommen ist schliesslich ein Nachtschattengewächs: ruhige, nachdenkliche Musik, getragen vom dunklen Klang des Saxofons. Interpretationen von Volksliedern wie das «Guggisberglied» oder «Schönster Abendstern» wechseln sich ab mit klassischen Stücken wie einem Satz aus Edvard Griegs «Peer-Gynt Suite» oder dem Introitus aus dem Mozart-Requiem. Als Zwischenspiel strukturieren sechs Variationen der Bachkantate «Ach wie nichtig, ach wie flüchtig» das dunkel schattierte Album.
Vergeblich sucht man jedoch nach Jazzstandards. Einzige Ausnahme: «Blue in Green» von Miles Davis. «Während der Aufnahmen haben wir gemerkt, dass ich bei den Jazzstandards rasch wieder sehr nahe an der Spielweise war, wie man sie sich vom Jazz her gewohnt ist. Für dieses Album wollte ich mich der Musik auf eine einfachere, unvoreingenommene Art nähern», so Grünewald. Deshalb hat es nur das erwähnte Miles-Davis-Stück aufs Album geschafft.

Aus dem Moment heraus

Till Grünewald stellt seine Solo-CD «Ach wie nichtig, ach wie flüchtig» am Freitagabend vor. Dann steht auch das Duokonzert von Irène Schweizer und Pierre Favre auf dem Programm. Für Grünewald ein besonderer Moment: «Eines der ersten Jazzkonzerte, das ich als Jugendlicher besuchte, war ein Solokonzert von Irène Schweizer», erinnert er sich. «Ihre Energie ist sehr beeindruckend.»
Till Grünewalds Programm «Ach wie flüchtig, ach wie nichtig» wird da eher einen introvertierten Kontrapunkt setzen. Aber eben, so ganz klar ist das noch nicht. Entscheiden wird es der Moment. David Lohr

Berner Zeitung 23.01.2014 (pdf - 539 KB)

Berner Oberländer 20.11.2012

ZWEISIMMEN Im Restaurant Galerie Hüsy eröffneten am Samstag Till Grünewald und die Band Phonosource mit einem wunderbaren Konzert die 19. Jazzsaison.

Schon seit 18 Jahren präsentiert das Team um Markus Bachmann ein Programm, das an Qualität und Abwechslung keine Wünsche offenlässt. Zur Tradition der Jazzserie gehört, dass ein bis zwei Konzerte jeweils im Hüsy Blankenburg stattfinden. Ein Asket, wer sich diese genussreiche Mischung aus Musik und Kulinarik entgehen lässt…

Auch am vergangenen Samstag brauchten die Gäste ihr Kommen nicht zu bereuen. Die vier Jazzmusiker, Till Grünewald am Saxofon, Philipe Henzi am Fender Rhodes, Lorenz Beyeler am Kontrabass und Tobias Friedli am Schlagzeug, bescherten dem Publikum ein sehr eindrückliches
Jazzkonzert. Das Quartett spielte in den beiden Sets vorwiegend Eigenkompositionen, mal als Ballade zum Zurücklehnen und Träumen, mal funkig-groovig zum Mitwippen – warmen Jazz in einer angenehmen Balance zwischen gekonnten Improvisationen und wiederkehrenden Schemas. Bei den zwei Zugaben zeigten die vier Swiss-Jazz-Orchestra-Musiker, dass sie auch dem Swing nicht abgeneigt sind. Auffallend war das Gleichgewicht unter den Musikern. Ihr Sound kam sehr homogen, schon fast demokratisch daher, was für das sonst eher hierarchisch geprägte Jazzgenre bemerkenswert ist. An der guten Laune der Musiker konnten die Zuschauer jedenfalls erahnen, dass die vier Berner auch neben der Bühne gut harmonieren.

Hohen Unterhaltungswert hatten auch die witzigen und charmanten Ansagen von Till Grünewald. So konnte er dem Publikum glaubhaft erklären, dass sein Saxofon bei der Mobiliar (Sponsor des Abends) versichert ist, er an diesem Abend lieber mit seiner eigenen Band in der Jazzmetropole «Blänkenbörg» auftrat als mit Philip Fankhauser in Thun und nicht zuletzt, dass seine Vorfahren im 17.Jahrhundert vom Simmental nach Deutschland ausgewandert sind.

Es war ein sehr erfrischender Auftritt. Oder mit den Worten von Till Grünewald: «Um 23.30 Uhr tanzte in Bettelried noch der Bär.» Björn Schletti

Berner Oberländer 20.11.2012 (pdf - 1 MB)

Anzeiger von Saanen 20.11.2012 (pdf - 1 MB)

Freiburger Nachrichten 8.5.2012

Upjazz Murten - Abschluss mit Phonosource

Freiburger Nachrichten 8.5.2012 (pdf - 1 MB)

Kulturagenda 2011

Nacht der Forschung - Universität Bern, 2011

Berner Kulturagenda, 23.9.2011 (pdf - 101 KB)

Swissmusic 2006

In Bezug auf den Sound könnte dieses Quartett ebenso gut aus Vollprofis eher gesetzteren Alters bestehen, die, ohne mit der Wimper zu zucken, ihr jahrzehntelang bewährtes Repertoire perfekt abspielen. Nix da, genau so “frisch” wie die Musiker dieser Band (Jahrgang 1977 & 78) klingt auch die Musik, bei der es sich um sieben höchst überzeugende Eigenkompositionen und einen Standard
(Ellingtons Caravan) handelt. So unverbraucht, wie sie auf dem zum Poster aufklappbaren Booklet erscheinen, sind sie gar nicht. Grünewald hat seine Erfahrungen mit dem Swiss Jazz Orch., Michael Brecker, Gary Bartz, Bob Mintzer, Andy Scherrer, Sandy Patton u.v.a. gesammelt, Henzi ebenfalls beim SJO und ist jetzt Klavierlehrer der Swiss Jazz School, Beyeler hat auch beim SJO und u.a. bei George Robert, Francis Colletta oder Colin Valon mitgewirkt und Friedli war u.a. mit Phil Woods, Dado Moroni und Buddy de Franco unterwegs. Eine “working band”, bei welcher die Chemie stimmt. Das hat auch das japanische Label Inpartmaint gemerkt,
welches diese CD als Special-Edition mit Bonus Track in Japan vertreibt. Eigenständiger Hardtop – mit subtilem Witz, der nicht nur gestandene Jazzfanszu begeistern vermag. gf

Swissmusic 2006 (pdf - 308 KB)

One More Time 21.9.2006

Till Grünewald’s “Phonosource” featuring
Bert Joris & Matthieu Michel, Mons 874383 (2005)

Tous ces musiciens, à l’exception de nos deux vedettes, Bert et Matthieu, viennent du fameux SJO. On découvre de jeunes talents très prometteurs tels que le ténor Till au gros son velouté. Il a écouté les anciens, c’est sûr, et possède un bagage que j’adore : il joue les mélodies, choisit ses notes avec goût, ne surcharge jamais son jeu de ténor et swingue comme un fou ! Et la rythmique en fait de même : cohésion, efficacité, subtilité et soutien les solistes avec classe. Tous les titres (sauf “Caravan”) sont des originaux de nos jeunes lions. Tous ont une couleur différente et variée, sans jamais devenir monotone ni ennuyeuse. Trop rare pour que nous ne le soulignons pas. Les deux
invités. à la trompette, sont à la hauteur de leur réputation. Un superbe album qu’il vous faut écouter, toutes affaires cessantes , dixit qui vous savez . . .

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Jazz Podium 7/8 2005:

Schon das Titelbild mit seiner strengen Schwarz-Weiss-Grafik in Art Déco-Manier sticht ins Auge und deutet auf Aussergewöhnliches. Handelt es sich um die Abstrahierung des Schalltrichters eines Phonographen vom Ende des 19. Jahrhunderts? Darauf deutet der Name „Phonosource“. Aus dem griechischen „Phon“ wäre dann neudeutsch „source“ geworden – Tonquelle also und somit logisch. Möglich wäre aber auch die Deutung als Jackobsmuschel, auch Pilgermuschel genannt. Da es sich bei der CD um den Erstling des in Bern lebenden schweizerisch-deutschen Doppelbürgers handelt, wäre auch das sinnvoll. Denn was ist eine Karriere im Jazz anderes als eine lebenslange Pilgerfahrt voller Ups in Form von Sternstunden und Downs voller Fragezeichen? Das beigelegte Poster anstelle des üblichen Booklets weiss, graphisch hervorragend gestaltet, einiges davon zu berichten. Und den Rest erzählt die Musik.

Gleich der Einstieg in die Eröffnungsnummer, einer Eigenkomposition von Grünewald, ist umwerfend. Mit einem unbegleiteten Chase im viertaktigen Wechsel heizen das Tenorsax des Leaders und die Trompete des als Gast beigezogenen Bert Joris den Ofen gewaltig ein. Die druckvollen Fours erinnern an die guten alten Zeiten mit Dexter Gordon und Wardell Gray, und der Tiltel „166“ an Grünewalds Lieblingsgefährt, einen Alfa Romeo 166. Damit ist auch schon einiges gesagt über den Charakter der Musik im Allgemeinen. Obwohl einige Nummern, vor allem diejenigen des fantastischen Pianisten Philip Henzi, mit ihren harmonischen Finessen das Letzte von den Spielern abfordern, wirkt das Resultat locker, aufgestellt und melodisch. Ein gutes Beispiel dafür ist die Nummer „Recyclin’“. Wer einfach nur hinhört und ohne zu Grübeln den eingängigen Linien folgt, kommt zum Schluss, der Titel beruhe wohl auf der Tatsache, dass hier die typische Blue-Note Atmosphäre der 60er heraufbeschworen werde. Wer sich aber die Mühe nimmt und die Ohren gross macht, gelangt zur Überzeugung, dass mit „Recyclin’“ die stets wiederkehrenden Zyklen mit Verschiebungen in Halbtonschritten gemeint sein müssen. Auch in den anderen Titeln gelingt der Spagat zwischen dem Anspruch des Intellekts und jenem des Gemüts in beispielhafter Weise. Ganz wesentlichen Anteil zum Gelingen tragen Grünewalds Rhythmusleute Lorenz Beyeler und Tobias Friedli von Bass und Schlagzeug her bei. Und natürlich die beiden illusteren Gäste. Bert Joris, Professor an der renommierten Swiss Jazz School, die vor kurzem in die Hochschule für Künste Bern integriert wurde, zählt seit Jahren nicht nur als Trompeter, sondern auch als Komponist zur europäischen Spitze und macht seinem Namen alle Ehre. Dasselbe gilt für den Westschweizer Matthieu Michel, dessen einfühlsames Flügelhorn den mystischen Momenten von „Thesis“ die geheimnisumwitterten Klangfarben verleiht. Grünewald hat seine These überzeugend formuliert. Wir sind gespannt auf Antithese und Synthese. (Ulrich Roth)

In Music 7/8 2005

Eine schöne Scheibe legt hier der Schweizer Tenorsaxophonist Till Grünewald vor. Mit seinem Quartett geht es auf einen abwechslungsreichen Bebop Parcours, der auch live bestimmt viel Freude macht. Neben Eigenkompositionen gibt’s mit „Caravan“ auch eine sehr improvisationsfreudige Interpretation des Duke Ellington Klassikers „Caravan“. (Rainer Guérich)

Jazzthing 6/8 2005

Im Hardbop liegt ein Teil der musikalischen Heimat dieses jungen Schweizer Quartetts um den 28-jährigen Tenor- und Sopransaxophonisten Till Grünewald. Frisch, aufgeschlossen und ungekümmert dampft seine Phonosource durch Arrangements, die ein gutes Quäntchen Witz und Originalität mitbringen. Bei einigen Nummern wird das Quartett noch durch Bert Joris oder Matthieu Michel verstärkt, zwei hervorragende Trompeter. Duke Ellingtons Desert-Song „Caravan“ schlägt (als einziger Standard der CD) durch die Führung des Pianisten Philip Henzi eine ungewohnte Route ein und kommt doch sicher durch ins Ziel. Und die Eigenkompositionen sind zwar deutlich der Jazztradition verpflichtet, nehmen aber dank pfiffiger Akzente und charmanter Pointen hörenswerte Wendungen. swp

Download Artikel Thuner Tagblatt (pdf - 132 KB)

Download Artikel Der Bund (pdf - 191 KB)

Download Artikel Berner Zeitung (pdf - 155 KB)

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